NÖ: Diözesaner Umweltpreis auch für evangelische Pfarrgemeinde Bad Vöslau

 
von Evangelischer Pressedienst

Simmer: Vorbild sein und Bewusstsein schaffen

St. Pölten (epdÖ) – Sechs herausragende Projekte von Pfarrgemeinden wurden heuer beim niederösterreichischen Diözesanen Umweltpreis für ihr aktives Engagement für Umweltschutz, Nachhaltigkeit und die „Bewahrung der Schöpfung“ ausgezeichnet.
Die Verleihung der Preise erfolgte am 11. März in der katholischen Pfarrkirche St. Pölten-Maria Lourdes.

Der Umweltpreis, der in diesem Jahr unter dem Motto „Bewusst mit Energie und Ressourcen umgehen“ stand, wurde von Diözesanbischof Alois Schwarz gemeinsam mit Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf überreicht. Gestiftet wurden die Preise von der niederösterreichischen Landesregierung.

Einer der mit 1.000 Euro dotierten Preise ging auch an die evangelische Pfarrgemeinde Bad Vöslau, die auf dem Dach des Pfarrhauses in Bad Vöslau und auf der Kirche in Leobersdorf eine gemeinschaftliche Photovoltaik(PV)-Anlage errichtet hat. Zur Organisation rund um die Anlage wurde eine Bürgerenergiegemeinschaft (BEG) gegründet. Die Pfarrgemeinde stellt dabei ihre Dächer zur Verfügung und ermöglicht so Personen, die keine eigene Möglichkeit zur Errichtung einer PV-Anlage haben, sich zu beteiligen.

Zu den Gewinnerprojekten des Umweltpreises 2025 zählen zudem aus der Diözese St. Pölten der Pfarrverband Melk – St. Koloman (Photovoltaik und Lebensmittelrettung), die Pfarre Neustadtl (nachhaltiger Pfarr-Mittelpunkt) und die Pfarre St. Pölten – Maria Lourdes (Pelletpower und intelligente Steuerung) sowie die Serbisch-Orthodoxe Kirchengemeinde St. Pölten (Reduzierung des Energieverbrauchs und Tag der Schöpfung). Aus der Erzdiözese Wien wurden die jeweils niederösterreichischen Pfarren Gaweinstal (Klimabündnispfarre) und die Pfarre Prottes (umweltfreundliches und kosteneffizientes Pfarrheim) ausgezeichnet.

„Zum Christin- oder Christsein gehört es dazu, Verantwortung zu übernehmen“, betonte Michael Simmer, Superintendent der Evangelischen Kirche, bei der Preisverleihung. Verantwortung umfasse Simmer zufolge die Bewahrung von Frieden, Gerechtigkeit und der Schöpfung. Umweltschutz sei ein wesentlicher Teil der „Bewahrung der Schöpfung“, dementsprechend habe die Kirche „eine moralische Pflicht, Vorbild zu sein beziehungsweise im Umgang mit Energie und Ressourcen ein Bewusstsein bei den Leuten zu schaffen“, so der Superintendent.

Neben Simmer richteten auch der katholische Domdekan Rudolf Prokschi, der Umweltbeauftragte der Erzdiözese Wien, Markus Gerhartinger, sowie Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf Worte des Dankes und der Anerkennung an die Preisträger:innen. Der feierliche Abend klang als Zeichen der spirituellen Verbundenheit und des gemeinsamen Engagements für den Umweltschutz mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes „Großer Gott, wir loben Dich“ aus. Anschließend gab es Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung unter den Umweltschützerinnen und Umweltschützern.

Der Diözesane Umweltpreis wird jährlich in Niederösterreich vergeben, um das Bewusstsein für Umweltschutz und Nachhaltigkeit innerhalb der Kirche weiter zu stärken. Mit den ausgezeichneten Initiativen soll gezeigt werden, dass ökologisches Handeln in Einklang mit dem christlichen Glauben steht und einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leistet.

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