Erdbeben in Südostasien: Diakonie bittet um Spenden für rasche Nothilfe

 
von Evangelischer Pressedienst

Menschen stehen laut Hilfsorganisation vor „enormen Herausforderungen“

Wien (epdÖ) – Um Spenden für die Erdbebenhilfe in Südostasien bittet die Diakonie Katastrophenhilfe. Am 28. März hatten ein Erdbeben der Stärke 7,7 auf der Richterskala und weitere Nachbeben schwere Schäden in Myanmar verursacht. Dabei forderte das Erdbeben nach Angaben der regierenden Militärjunta mehr als 2.700 Tote und rund 4.000 Verletzte. Das genaue Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht bekannt. Aus vielen Regionen liegen noch keine detaillierten Informationen vor. Auch Thailand ist vom Erdbeben stark betroffen.

Das Epizentrum lag unweit der Stadt Sagaing, in der umliegenden Region hatten Hunderttausende Menschen Zuflucht vor dem bereits vier Jahre anhaltenden Bürgerkrieg gesucht. In Sagaing leben 1,3 Millionen Menschen, die aus anderen Regionen in Myanmar geflüchtet sind.

Die Ausgangslage für Hilfe sei sehr schwierig, berichten die Partner von vor Ort. Demnach stünden der Diakonie zufolge die Menschen in den betroffenen Regionen vor enormen Herausforderungen: Viele Menschen sind obdachlos und benötigen dringend Unterkunft, Nahrung sowie medizinische Versorgung. Öffentliche Gebäude, Brücken und Straßen wurden beschädigt oder zerstört. Zudem steigt die Gefahr von Infektionskrankheiten aufgrund mangelnder sanitärer Einrichtungen und mangelnden sauberen Trinkwassers. Infolge der Stromausfälle ist auch die Kommunikation eingeschränkt.

Nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar erhebt ein Team rund um die stark betroffene Stadt Mandalay den dringendsten Bedarf. „Ein ganz zentraler Punkt ist sauberes Trinkwasser. Das ist nicht nur wichtig, weil die Hitze sehr groß ist und die Menschen Durst haben, sondern auch, um Seuchen und Krankheiten vorzubeugen“, sagt Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser.

Die Hilfe vor Ort gestaltet sich allerdings schwierig. Das Katastrophengebiet wird zum Teil von bewaffneten Gruppen kontrolliert und umkämpft. Widerstandsgruppen hatten eine befristete Waffenruhe für das Erdbebengebiet ausgerufen. Doch es soll trotzdem zu Luftangriffen der Armee in anderen Landesteilen gekommen sein, die eine Waffenruhe bisher abgelehnt hat.

Die Diakonie Katastrophenhilfe steht mit ihren Partnerorganisationen vor Ort in engem Austausch. Erste Aufgabe war es, das Überleben der betroffenen Menschen mit sauberem Trinkwasser, Nahrung, sicheren Unterkünfte sowie medizinischer Versorgung und psychologischer Hilfe sicherzustellen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für die Hilfe vor Ort:

Diakonie Katastrophenhilfe
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333
BIC: GIBAATWWXXX
Spenden-Kennwort: Erdbebenhilfe Südostasien

Online Spenden: diakonie.at/spenden

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