Sehr geehrte Damen und Herren im Evangelischen Wien und darüber hinaus!
Mit großer Betroffenheit und noch in tiefen Gefühlen des Schocks und der Ohnmacht müssen wir Ihnen und Euch bekannt geben, dass unsere ehemalige Superintendentialkuratorin em.Univ.Prof.Dr. Inge Troch beim Einsturz ihres Wohnhauses im ersten Wiener Gemeindebezirk (Sonntag, 20. September 2026) getötet wurde.
Nach Tagen und Stunden des Bangens und Hoffens, der Gebete und innigen Gedanken ist es leider traurige Gewissheit: Inge ist nicht mehr unter uns und hat das tragische Ereignis nicht überlebt.
Für eine Würdigung all ihrer persönlichen Begegnungen, ihres beruflichen und ehrenamtlichen Engagements ist es noch zu früh, weil uns doch die Worte so sehr fehlen.
Doch sei eines benannt und bekannt. Wir werden sie unendlich vermissen als die, die sie uns immer war: eine aufrichtige, zutiefst im Glauben verwurzelte Wegbegleiterin. Sie hat nicht nur auf der Technischen Universität als Professorin sehr früh (als auch weltweit anerkannte Wissenschaftlerin!) Pionierarbeit in der Regelungstechnik und -mathematik geleistet. In unserer Kirche war sie in ihrer Pfarrgemeinde A.B. Wien-Innere Stadt (Lutherische Stadtkirche) als langjährige Schatzmeisterin tätig (1982-2006 im Presbyterium).
Später wirkte sie als Superintendentialkuratorin unserer Superintendenz A.B. Wien (2006-2018) und damit verbunden auch in gesamtkirchlicher Verantwortung.
Ihre ehrenamtlichen Interessen und Verdienste reichten vom Krabbelgottesdienst über die Kurator:innentage hin zu den vielen sozialen und seelsorgerlichen Bereichen unserer Kirche bis zum Finanzausschuss und den Organisations- und Rechtsfragen.
Ihr Wirken umfasste viele Visitationen und vor allem Gemeindebesuche, aber auch zahlreiche persönliche, immer wertschätzende Begegnungen.
Der Klang ihrer Stimme, ihre feinsinnige Art im menschlichen Umgang, ihre kritischen, aber immer hilfreichen Fragen und die Nachhaltigkeit ihres Zuspruchs haben gerade auch uns gestärkt und getröstet und werden uns immer in Erinnerung bleiben.
Im Schmerz und in aller unermesslichen Trauer wie auch im Unverständnis des "Warum?" können wir sie nur ihrem Schöpfer, Erlöser und Vollender anvertrauen. In seiner Liebe und Ewigkeit möge sie für immer geborgen sein, denn: "Leben wir, so leben wir dem HERRN, sterben wir, so sterben wir dem HERRN. Darum: ob wir leben oder sterben, wir gehören zum HERRN." (Römer 14,8)
Ihre/Eure
Petra Mandl, Superintendentialkuratorin
Matthias Geist, Superintendent
Hansjörg Lein, Superintendent i.R.