Niederösterreich: Ökumenische Begegnung von Land und Kirchen

Mikl-Leitner dankt Superintendent Simmer und Superintendentialkuratorin Malekpour

St. Pölten (epdÖ) – Angesichts internationaler Krisen und ihrer Auswirkungen auf das Leben auch hierzulande ist das gute Miteinander von Kirchen und Politik in Niederösterreich umso wichtiger. Das war der Grundtenor der schon traditionellen Begegnung, zu der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner Vertreter der Katholischen und Evangelischen Kirche am Dienstag, 15. September, ins St. Pöltner Landhaus eingeladen hatte. Im Zentrum der Gespräche standen unter anderem der Wert von Orientierung und Solidarität für die Gesellschaft. Neben Mikl-Leitner ergriffen auch der niederösterreichische Superintendent Michael Simmer und der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl das Wort.

Kirche und Politik verbinde „die gemeinsame Verantwortung“, hob Mikl-Leitner hervor. Dabei bedankte sich Niederösterreichs Landeshauptfrau bei den kirchlichen Vertretern „für die Seelsorge, für die Arbeit der Kirche in den Kindergärten und Schulen, bei der Betreuung Älterer und Kranker und für die vielen Menschen, die sich in unseren Pfarren und kirchlichen Einrichtungen freiwillig engagieren“. Für „die beste Zukunft für unsere Kinder“ brauche es unter anderem ein „festes Fundament“, unterstrich die Landeshauptfrau: „Unser Fundament ist christlich. Es sind die christlichen Werte und Traditionen.“ Zu diesem Fundament gehöre auch das Kreuz, hielt die ÖVP-Politikerin fest: „In Niederösterreich ist und bleibt das Kreuz ein unverzichtbares Symbol. Deshalb werden wir uns auch in Zukunft ganz klar zum Kreuz in öffentlichen Räumen bekennen und zu unseren christlichen Werten stehen.“

Dank an Simmer und Malekpour

In ihrer Ansprache betonte Mikl-Leitner auch das gute Verhältnis in Niederösterreich mit der Evangelischen Kirche. Sie verband dies mit dem Dank an Superintendent Simmer und an Superintendentialkuratorin Gisela Malekpour, die beide im September ihre kirchlichen Leitungsämter abgeben. Simmer würdigte seinerseits den Umstand, dass man auch als kleine Kirche Wertschätzung durch die Landespolitik erfahre. „Hoffnung ist nicht das Ergebnis guter Planung, sondern ein Geschenk“, meinte Simmer. Gerade im Blick auf „immer wieder neue Krisen“ und die Sorge um den gesellschaftlichen Zusammenhalt bekräftigte der Superintendent: „Hoffnung ist eine Entscheidung, trotz aller Unsicherheiten weiterzugehen“.