<h3>Michael Chalupka über die Lust am Untergang und ein Buch der Hoffnung</h3>
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<p>Etwas kippt. Zeitgleich erreichen uns zwei Meldungen. Klimaforscher konstatieren zum einen, dass die Kippunkte, die die Erderhitzung unumkehrbar machen und zu einer „Heißzeit“ führen können, näher gerückt sind. Zum anderen kippt Präsident Trump die Vorgaben für den Klimaschutz der USA. Lobbyisten der Gas- und Ölindustrie haben sich durchgesetzt.</p>
<p>Das Erreichen der Kipppunkte wird beschleunigt: Das Abschmelzen der Eisschilde, damit der Anstieg des Meeresspiegels, das Auftauen der Permafrostböden oder das Ende des Golfstroms und damit des relativ milden Klimas in Europa.</p>
<p>Bisher sind wir davon ausgegangen, dass Politiker in Demokratien im Grunde die Welt zum Positiven verändern wollen und sich nur darin unterscheiden, auf welchem Weg sie glauben, das tun zu können. Das war wohl naiv. Es gibt auch die Lust am Untergang. „Hinter mir die Sintflut“, vor mir momentaner Reichtum meiner Familie und meiner Anbeter.</p>
<p>Die Bibel ist nie naiv. Nach der Sintflut spricht Gott zu den Menschen: „Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Deshalb werde ich die Erde nicht vernichten.“ Dass Menschen allerdings selbst in der Lage sind, die Welt an den Abgrund zu führen, das haben sich Menschen zu biblischen Zeiten nicht vorstellen können. Die Bibel sagt uns aber auch: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Noch ist Zeit dazu, höchste Zeit.</p>