Trauer um Susanna Hackl, Vorsitzende der Evangelischen Frauenarbeit Burgenland

Jonischkeit: „Treue Zeugin des Evangeliums“

Eisenstadt (epdÖ) – Susanna Hackl, seit 1998 Vorsitzende der Evangelischen Frauenarbeit Burgenland, ist am 3. September im Alter von 69 Jahren gestorben. Hackl war auch Mitglied des Superintendential-Ausschusses sowie Ehrenkuratorin der Evangelischen Kirche in Pöttelsdorf. Darüber hinaus war Hackl von Ende der 1980er bis Anfang der 1990er-Jahre als Redakteurin im ORF Burgenland beschäftigt und am Aufbau der Sendung „Burgenland heute“ beteiligt.

Trimmel: „Große Doyenne der Evangelischen Frauenarbeit Burgenland“

„Susi Hackl ist für mich die große Doyenne der Evangelischen Frauenarbeit Burgenland“, sagte Agnes Trimmel, Stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Frauenarbeit Burgenland, gegenüber dem epd. Hackl habe die evangelische Frauenarbeit im Burgenland und auch in Österreich geprägt. „Die Evangelische Frauenarbeit Burgenland war ihr stets eine große Herzensangelegenheit. Susi Hackl war auch sehr um das Miteinander in der Ökumene bemüht. Hier denke ich an die Weltgebetstage mit unseren Schwestern aus der Katholischen Kirche“, so Trimmel.

„Sie war seit meiner Wahl zum Superintendenten eine meiner wichtigsten Stützen und Weggefährtinnen“, erklärte der burgenländische Superintendent Robert Jonischkeit. „Mit ihr verliert das Burgenland eine liebevolle Weggefährtin und eine treue Zeugin des Evangeliums“, unterstrich Jonischkeit.

Betroffen vom Ableben Hackls zeigte sich auch Superintendentialkuratorin Christa Grabenhofer: „Susanna Hackl gehörte zu den Mitarbeitenden in der Evangelischen Kirche, die über lange Jahre Erfahrung und Wissen in Leitungsämtern einbringen. In zwölf Jahren als Kuratorin ihrer Pfarrgemeinde Pöttelsdorf hat sie die Arbeit an der ‚Basis‘ der Kirche in allen Facetten kennengelernt und vielen Entscheidungen ihre Handschrift verliehen.” Mit Hackl habe die Superintendentialkuratorin „viele vertrauliche und konstruktive Gespräche“ geführt – „eine Verbundenheit, die ich vermissen werde“, so Grabenhofer.

Für ihren Einsatz für die Ökumene wurde Hackl von der Katholischen Aktion mit dem Pauluspreis und von der Diözese Eisenstadt mit dem St. Martinsorden in Silber ausgezeichnet. Überdies wurde ihr für ihre Verdienste das Ehrenzeichen des Landes Burgenland verliehen.

Susanna Hackl lebte in Walbersdorf, sie hinterlässt ihren Ehemann und zwei Kinder.