<h3>Jahrestagung von AFI und EJÖ unter dem Motto „Himmlisch Anders“</h3>
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<p>Wien (epdÖ) – Unter dem Titel „Himmlisch anders” stand die 4. Jahrestagung für Gemeindepädagog:innen und Jugendreferent:innen. Mitarbeitende der Evangelischen Kirche aus ganz Österreich trafen sich vom 16. bis 18. Jänner in St. Pölten, um sich diesmal mit dem Thema „Neurodivergenz“ zu befassen.</p>
<p>Initiiert wurde dieses Tagungsformat im Jahr 2022 vom Aus- unter Fortbildungsinstitut der Evangelischen Kirchen A.u.H.B. (AFI) als wichtige Maßnahme zur Fortbildung für und zur Vernetzung von Hauptamtlichen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Zum dritten Mal fand sie in Kooperation mit der Evangelischen Jugend Österreich (EJÖ) statt. Die Leitung oblag Birgit Traxler und Helene Lechner vom AFI sowie Bettina Növer von der EJÖ.</p>
<p>„Himmlisch anders – das sind wir auf die ein oder andere Art alle“, betonte Növer. „Wir möchten bei der EJÖ himmlische Vielfalt leben und die göttliche Schönheit in unserer menschlichen Vielfalt feiern.“ Behandelt wurde bei der diesjährigen Tagung das Thema „Neurodivergenz“ und der Umgang damit – sowohl in der Gesellschaft allgemein als auch speziell in den Angeboten der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit.</p>
<p>Neurodivergenz ist ein Begriff, der die Vielfalt der menschlichen Gehirnstrukturen und -funktionen beschreibt. Zu den häufigsten Formen der Neurodivergenz gehören Autismus-Spektrum-Störungen und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen). Neurodivergente Menschen nehmen ihre Umgebung oft anders wahr und verarbeiten Informationen auf einzigartige Weise. „Jeder Mensch ist bedürftig und hat besondere Bedürfnisse, ganz gleich ob neurotypisch oder neurodivergent“, stellte Lechner klar. Ihr Appell: „Reden wir drüber!“</p>
<h3><b>Autismusfreundlicher Gottesdienst</b></h3>
<p>So wurde gemeinsam der Frage nachgegangen, wie Teilhabe für möglichst alle jungen Menschen gewährleistet werden könne und wie die Verantwortlichen in der Kinder- und Jugendarbeit mit Konfliktsituationen umgehen sollten. Ein weiterer Schwerpunkt lag darauf, „was wir in unserem konkreten Alltag umstellen können, um es neurodivergenten Kindern und Jugendlichen angenehmer zu machen, an unseren Angeboten teilzunehmen“, wie es in einer Aussendung der EJÖ heißt.</p>
<p>Die Tagung endete mit einem gemeinsam autismusfreundlichen Gottesdienst. „Mir ist es ein großes Anliegen für die Bedürfnisse von Menschen mit Autismus zu sensibilisieren, viel Aufklärungsarbeit zu leisten und Berührungsängste abzubauen“, so Felix Zych aus der Gemeinde Wien-Favoriten, der den Gottesdienst mitgestaltete.</p>