Hiroshima-Gedenktag – Geist: „Bereitschaft zur Versöhnung bewahrt Welt“

Gedenkveranstaltung am 6. August am Karlsplatz in Wien

Wien (epdÖ) – „Hiroshima erinnert uns daran: Nicht die Fähigkeit zur Vernichtung bewahrt die Welt, sondern die Bereitschaft zur Versöhnung.“ Das erklärte der Wiener Superintendent Matthias Geist anlässlich des 81. Gedenktages des Abwurfs der Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki.

„Etwas mehr als achtzig Jahre nach Hiroshima und Nagasaki steht die Menschheit leider erneut vor großen Konflikten und Entscheidungen“, mahnte Geist. Die Gefahr atomarer Eskalation sei nicht Vergangenheit, sondern bedrückende Gegenwart. „Als christliche Kirchen erinnern wir an Hiroshima nicht aus historischer Pflicht, sondern weil Gott uns den Auftrag gibt, dem Frieden zu dienen“, betonte der Superintendent. Wer Christus nachfolgt, könne Krieg niemals verherrlichen und Atomwaffen niemals als Garanten der Zukunft akzeptieren.

„Frieden ist kein Traum. Frieden ist Gottes Wille. Darum dürfen die Kirchen nicht schweigen, wo Menschenverachtung, Krieg und die Drohung mit atomarer Gewalt wieder salonfähig werden“, so Geist in seinem an die Teilnehmenden des Gedenkens in Wien gerichteten Grußwort.

Traditionell gedenken Friedensorganisationen jährlich der Opfer des Atombombenabwurfs am 6. und 9. August 1945. In Wien veranstalten die Hiroshima-Gruppe Wien und die Wiener Friedensbewegung am Donnerstag, 6. August, auf dem Karlsplatz in Wien ein Gedenken für die Opfer militärischer und ziviler Atomanwendung. Treffpunkt der Veranstaltung ist um 19 Uhr beim Teich vor der Karlskirche.

Weitere Informationen auf: www.hiroshima.at

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