Andrea Sturm-Lauter folgt auf Hans Widmann
Wels (epdÖ) – Mit der Wahl von Andrea Sturm-Lauter hat die Evangelische Allianz Österreich (EAÖ) bei ihrer Ratsversammlung am 29. Mai in Wels einen Wechsel an der Spitze ihres Vorstands vollzogen. Darüberhinaus wurde ein überarbeiteter Ehrenkodex beschlossen. Damit möchte die EAÖ zwei wichtige Signale für die künftige Zusammenarbeit von Christen, Gemeinden und Werken in Österreich setzen, heißt es in einer Pressemitteilung.
Andrea Sturm-Lauter (48) arbeitet bei der Bürgerinitiative „Fairändern“. Sie ist ausgebildet in Musik, Pädagogik, Theologie und Psychosozialer Beratung, lebt in Waidhofen an der Thaya und ist Mitglied einer Gemeinde des Bundes evangelikaler Gemeinden. „Andrea Sturm-Lauter hat die Fähigkeit, weit zu sehen und gleichzeitig tief verwurzelt zu bleiben. Sie ist national und international hervorragend vernetzt, denkt strategisch und analytisch klar – und lebt aus einer geistlichen Tiefe, die Orientierung gibt“, sagt Oliver Stozek, Generalsekretär der EAÖ, über die neue Vorstandsvorsitzende. Ihr Vorgänger Hans Widmann, Leiter des Bibellesebundes, hatte die Funktion elf Jahre ausgeübt.
Geistlich geprägte Kultur der Zusammenarbeit
Neben dem Vorsitzwechsel lag bei der Ratsversammlung ein weiterer Schwerpunkt auf dem überarbeiteten Ehrenkodex. Dieser beschreibt verbindlich eine Kultur der Zusammenarbeit, die geistlich geprägt ist und zugleich auf Vertrauen, Wahrhaftigkeit, Transparenz und Verantwortung setzt. „Während der bisherige Ehrenkodex stark regelorientiert war, setzt der neue bewusst beziehungs- und kulturorientierte Akzente“, heißt es in der Aussendung. Er wolle nicht nur Orientierung geben, sondern eine Kultur stärken, „in der Verantwortung, Respekt, Vertrauen und Verbindlichkeit bewusst gelebt werden“.
In Österreich arbeiten rund 130 Organisationen auf der Grundlage der EAÖ zusammen, unter anderem die Freikirchen Österreich (FKÖ), Werke wie Operation Mobilisation, Open Doors, das Weiße Kreuz oder Wycliff, aber auch Partner innerhalb der Evangelischen und der Römisch-katholischen Kirche.